Pressestimmen

Klänge aus dem großen Musikhimmel - "JAZZtival" ging in den Endspurt

Mit zwei tollen Auftritten fand im Stöffel-Park in Enspel das diesjährige "Jazztival" ein Ende. Nach dem Duo aus Frank Haunschild und Vitaly Solotov stand Peter Autschbach mit TA2 auf der Basaltbühne, sehr zur Freude des zahlreich erschienenen Publikums.

Enspel. Normalerweise steht ein Frank Haunschild im Bücherregal von Musikern – also in Form seiner "Neuen Harmonielehre". Jetzt aber konnte man den Fachbuchautoren auch als konzertierenden Künstler kennenlernen. Der Professor für Jazzgitarre zupfte dabei gemeinsam mit Vitaliy Solotov auf der Basaltbühne im Stöffel-Park die schönsten Klänge aus dem großen Musikhimmel. Und auf sie folgte Peter Autschbach mit TA2.

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Nach großem Applaus und Zugabe hieß es bald: Ohren auf für Peter Autschbach und TA2. Sie erobern last but not least die Basaltbühne und beschließen damit das JAZZtival von Hans Ruppert (Bad Marienberg, "Jazz we can") in Enspel, das in Kooperation mit dem Stöffel-Park stattfand.

Wie viel Arbeit hinter so einem Auftritt und der Idee, mal wieder mit einer Band und einer E-Gitarre aufzutreten, steckt, deutete der so nett wie bescheiden wirkende Gitarrist an. "Es kann schon mal ein halber Tag vergehen, bis ich den richtigen Akkord gefunden habe", erklärt er, der die Stücke des Abends selbst komponiert hat. Seine Bandmitglieder Nico Deppisch (Bass), Marta Danilkovich (Violine) und Jan Melnik (Schlagzeug) nennt er einen "absoluten Glückfall". Dazu kommt an diesem Abend – auf Anregung Hans Rupperts – noch die Mitwirkung von José J. Cortijo (Percussion).

Jeder Einzelne ist herausragend. Marta jedoch konnte nicht nur mit ihrem virtuosen, auch unkonventionellen Geigenspiel faszinieren, sie wechselte "fliegend" zum Keyboard oder setzte auch mal mit ihrer Stimme Akzente. Respekt! Sie glänzte ein bisschen wie eine Krone der ganzen, schönen TA2-Musikschöpfung. Peter Autschbach spielt übrigens nicht nur behände, er gibt auch Gitarrenbücher heraus und bietet Workshops an. Und mit Joscho Stephan, der am Vortag im Stöffel-Park auftrat, hat er in der Coronazeit die CD "Sundowner" produziert.

Die Soli gaben reichlich Gelegenheit, die Kunst der einzelnen Musiker wahrzunehmen. Immer wieder konnten die Zuhörer in magische Momente hineingleiten, in ein Stück eintauchen. An Applaus, dem Brot der Künstler, fehlte es ebenfalls nicht. Und das Publikum wurde nicht nur gut und ausgiebig unterhalten, sondern es kann sogar noch ein Wohlgefühl mit nach Hause nehmen, das noch länger nachwirkt. (PM)

WW-Kurier Pressemitteilung vom 17.08.2022